frauen und technik
wer kennt es nicht, das problem? Die freundin hat einen platten, also nicht hintern, sondern am fahrrad. Der reifen ist nicht mehr bereit, die luft zu halten und will repariert werden. Weniger technisch versierte menschen, wie florian illies, bringen dann ihr fahrrad zur reparatur zum fahrradhändler, andere überschätzen sich und versuchen es selbst.
Nun ist es so, dass meine freundin handwerklich relativ geschickt ist und zunächst allein versucht hat, den defekten schlauch zu flicken. Den flicken entsprechend zu platzieren und festzukleben hat wohl soweit auch geklappt, aber als sie anschließend den geflickten schlauch unter den mantel schob, hat sich dieser wohl so unglücklich verdreht, dass der schlauch beim anschließenden aufpumpen irreparabel geplatzt ist. An dieser stelle wurde ich eingeschaltet – meines zeichens fahrradexperte. Natürlich kann ich über verdrehte schläuche und geplatzte reifen nur lachen. Typisch frau, dachte ich.
am wochenende in bremen wollte ich also nebenbei die professionielle reparatur vor den augen meiner freundin durchführen. Damit sie mal sieht, wie das geht, dachte ich bescheiden. Für einen profi wie mich ist das eine sache von 15 minuten.
Wir gingen also los, um einen fahrradschlauch zu besorgen, wobei ich meiner freundin glaubhaft versicherte, dass es sich um einen 26er-Reifen handele und wir vorher, wie von ihr vorgeschlagen, nicht auf dem mantel nachschauen müssten. So kauften wir also einen 26er-schlauch mit dunlop-ventil und wieder zu hause hatte ich ruckzuck den mantel auch von der felge gehoben.
Dann wunderte ich mich, warum das loch in der felge für das ventil zu klein war. Ok, falsches ventil gekauft, beschämtes lächeln, zurück zum laden, umtausch, 26er-schlauch mit französischem ventil und wieder zurück. Dieses ventil passte. Jetzt stellten wir aber fest, dass der schlauch für die felge irgendwie zu klein war. Ich schimpfte auf die fahrradindustrie, die, um material zu sparen, die schläuche zu kurz mache und riet meiner freundin, den schlauch noch vor dem einsetzen erst mal kräftig aufzupumpen, damit dieser sich ausdehne und sich um die fehlenden zwei zentimeter weite. Gesagt, getan, aufgepumpt, gedehnt, gezogen, geschimpft, gebetet, der schlauch passte immer noch nicht.
Jetzt kam meine freundin auf die idee auf dem mantel mal nachzuschauen, ob es sich um eine 26er-oder 28-er-Reifengröße handelte. Unverschämtheit, nicht meinem geschulten auge zu vertrauen. Und sie da: es war ein 28er-reifen.
Dafür hatte ich jetzt auch keine erklärung: stattdessen steckte ich, nun meiner souveränität vollends beraubt, in windeseile den 26er-schlauch in die verpackung und begab mich schnellen schrittes zum umtausch zum fahrradgeschäft. Ein böser blick meiner freundin folgte mir und ich wusste, weitere fehler kann ich mir heute, ohne meine beziehung zu gefährden, nicht erlauben. Im laden griff ich nach den 28er-schläuchen und hätte um ein haar wieder ein dunlop-ventil mitgenommen. Schließlich gelang es uns gemeinsam, den austausch erfolgreich abzuschließen. Dabei brach ich noch einen schraubenschlüssel ab und behauptete noch anderweitigen unsinn. Ich glaube, dass meine freundin nach diesem missgeschick nicht mehr an meine fähigkeiten als fahrradexperte glaubt. Ich übrigens auch nicht mehr. In zukunft werde ich ihr wohl die reparatur technischer geräte überlassen. Manchmal denke ich: was bist du nur für eine pfeife?
Nun ist es so, dass meine freundin handwerklich relativ geschickt ist und zunächst allein versucht hat, den defekten schlauch zu flicken. Den flicken entsprechend zu platzieren und festzukleben hat wohl soweit auch geklappt, aber als sie anschließend den geflickten schlauch unter den mantel schob, hat sich dieser wohl so unglücklich verdreht, dass der schlauch beim anschließenden aufpumpen irreparabel geplatzt ist. An dieser stelle wurde ich eingeschaltet – meines zeichens fahrradexperte. Natürlich kann ich über verdrehte schläuche und geplatzte reifen nur lachen. Typisch frau, dachte ich.
am wochenende in bremen wollte ich also nebenbei die professionielle reparatur vor den augen meiner freundin durchführen. Damit sie mal sieht, wie das geht, dachte ich bescheiden. Für einen profi wie mich ist das eine sache von 15 minuten.
Wir gingen also los, um einen fahrradschlauch zu besorgen, wobei ich meiner freundin glaubhaft versicherte, dass es sich um einen 26er-Reifen handele und wir vorher, wie von ihr vorgeschlagen, nicht auf dem mantel nachschauen müssten. So kauften wir also einen 26er-schlauch mit dunlop-ventil und wieder zu hause hatte ich ruckzuck den mantel auch von der felge gehoben.
Dann wunderte ich mich, warum das loch in der felge für das ventil zu klein war. Ok, falsches ventil gekauft, beschämtes lächeln, zurück zum laden, umtausch, 26er-schlauch mit französischem ventil und wieder zurück. Dieses ventil passte. Jetzt stellten wir aber fest, dass der schlauch für die felge irgendwie zu klein war. Ich schimpfte auf die fahrradindustrie, die, um material zu sparen, die schläuche zu kurz mache und riet meiner freundin, den schlauch noch vor dem einsetzen erst mal kräftig aufzupumpen, damit dieser sich ausdehne und sich um die fehlenden zwei zentimeter weite. Gesagt, getan, aufgepumpt, gedehnt, gezogen, geschimpft, gebetet, der schlauch passte immer noch nicht.
Jetzt kam meine freundin auf die idee auf dem mantel mal nachzuschauen, ob es sich um eine 26er-oder 28-er-Reifengröße handelte. Unverschämtheit, nicht meinem geschulten auge zu vertrauen. Und sie da: es war ein 28er-reifen.
Dafür hatte ich jetzt auch keine erklärung: stattdessen steckte ich, nun meiner souveränität vollends beraubt, in windeseile den 26er-schlauch in die verpackung und begab mich schnellen schrittes zum umtausch zum fahrradgeschäft. Ein böser blick meiner freundin folgte mir und ich wusste, weitere fehler kann ich mir heute, ohne meine beziehung zu gefährden, nicht erlauben. Im laden griff ich nach den 28er-schläuchen und hätte um ein haar wieder ein dunlop-ventil mitgenommen. Schließlich gelang es uns gemeinsam, den austausch erfolgreich abzuschließen. Dabei brach ich noch einen schraubenschlüssel ab und behauptete noch anderweitigen unsinn. Ich glaube, dass meine freundin nach diesem missgeschick nicht mehr an meine fähigkeiten als fahrradexperte glaubt. Ich übrigens auch nicht mehr. In zukunft werde ich ihr wohl die reparatur technischer geräte überlassen. Manchmal denke ich: was bist du nur für eine pfeife?
bratapfel-süß-sauer - 28. Mai, 12:26