umlaute einsaugen
Ich sitze vorm laptop und bin nervös. Eine leichte innere unruhe will sich meiner bemächtigen. Vielleicht will sie sich auch nur gehör verschaffen. Ich ignoriere sie, so gut es geht und überlege: Woher kommt die bloß, diese nervosität? Am kaffee und rauchen kann es ja nicht liegen. Ich drehe die musik etwas leiser. Man kann ja seine eigenen gedanken nicht verstehen. Zur beruhigung zünde ich mir einen weiteren zigarillo an. Und springe wild zwischen mehreren internetseiten hin und her. Irgendwann lese ich mich irgendwo fest. Vor lauter erregung vergesse ich kurzzeitig den zigarillo. Oder heißt es das zigarillo?
mache ich mir in letzter zeit eigentlich zu viele gedanken über bestimmte artikel? Überlege ich. Ich öffne schnell den duden: zigarillo, der, die oder das: Substantiv, maskulin oder Substantiv, feminin oder Substantiv, Neutrum. Sind wir hier eigentlich bei „wünsch dir was?“; so kann man doch nicht arbeiten. Ich klicke das zweite suchergebnis an: bei korrekturen.de heißt es: „der Zigarillo, doch auch die sächliche Form ist korrekt. Die Form die Zigarillo in Anlehnung an die Zigarette gilt als umgangssprachlich.“ schon besser. Während ich noch über den, die oder das zigarillo nachdenke, fällt die (!) zigarilloasche auf meine tastatur. Mist.Von der wirklichkeit eingeholt, hole ich den staubsauger und werfe ihn an. Ruck zuck ist die zigarilloasche von der tastatur verschwunden. Dann komme ich auf die idee, die ganze tastatur abzusaugen. Das klappt zunächst ganz gut. Dann macht es „tschick“ und „klonk, klonk, pffft“ oder so aehnlich und der tastatur fehlt das „ä“. an der stelle ist jetzt ein loch. Das geraeusch hat mich derart fasziniert, dass ich gleich noch das „ö“ ab- oder einsauge. Wann braucht man eigentlich diese umlaute, frage ich mich? Zack, dass „ü“ auch noch eingesaugt. Ordnung muss sein. Wenig spaeter faellt mir ein, dass mein vorname ein „ö“ enthaelt. Oel, oeffentlich oder oeffnungszeiten auch. Etwas uebereifrig, ueberlege ich mir.
In zukunft werde ich wohl die umlaute als sonderzeichen einfuegen muessen. Verdammt.
Ich oeffne den bauch des staubsaugers und hole den beutel heraus. Dieser ist zu zwei dritteln gefuellt. Ueberwiegend mit staub. Ich wuehle ein wenig darin herum. Ich habe mal gehoert, dass hausstaub ueberwiegend aus menschlichen hautschuppen besteht. Bei dem gedanken wird mir leicht uebel. Schließlich finde ich beim wuehlen erst das ü, überglücklich, dann das ä, äh ..., ähnlich und schließlich das ö, … ööööh, dann noch einen öhrring meiner freundin und einen kleinen fahrradschlüssel.
Nach dieser geschichte kommen mir die umlaute beinahe unentbährlich vor. Oft weiß an erst, was eine fehlt, wenn an es nicht ehr hat. Bei nächste al könnte ich ja al das „...“ nehen, also einsaugen. Dann üßte ich „üsli“, „öpse“oder „änner“ schreiben. So langsam geht mir das hier aufs gemüt. Dir bestimmt auch, lieber leser.
mache ich mir in letzter zeit eigentlich zu viele gedanken über bestimmte artikel? Überlege ich. Ich öffne schnell den duden: zigarillo, der, die oder das: Substantiv, maskulin oder Substantiv, feminin oder Substantiv, Neutrum. Sind wir hier eigentlich bei „wünsch dir was?“; so kann man doch nicht arbeiten. Ich klicke das zweite suchergebnis an: bei korrekturen.de heißt es: „der Zigarillo, doch auch die sächliche Form ist korrekt. Die Form die Zigarillo in Anlehnung an die Zigarette gilt als umgangssprachlich.“ schon besser. Während ich noch über den, die oder das zigarillo nachdenke, fällt die (!) zigarilloasche auf meine tastatur. Mist.Von der wirklichkeit eingeholt, hole ich den staubsauger und werfe ihn an. Ruck zuck ist die zigarilloasche von der tastatur verschwunden. Dann komme ich auf die idee, die ganze tastatur abzusaugen. Das klappt zunächst ganz gut. Dann macht es „tschick“ und „klonk, klonk, pffft“ oder so aehnlich und der tastatur fehlt das „ä“. an der stelle ist jetzt ein loch. Das geraeusch hat mich derart fasziniert, dass ich gleich noch das „ö“ ab- oder einsauge. Wann braucht man eigentlich diese umlaute, frage ich mich? Zack, dass „ü“ auch noch eingesaugt. Ordnung muss sein. Wenig spaeter faellt mir ein, dass mein vorname ein „ö“ enthaelt. Oel, oeffentlich oder oeffnungszeiten auch. Etwas uebereifrig, ueberlege ich mir.
In zukunft werde ich wohl die umlaute als sonderzeichen einfuegen muessen. Verdammt.
Ich oeffne den bauch des staubsaugers und hole den beutel heraus. Dieser ist zu zwei dritteln gefuellt. Ueberwiegend mit staub. Ich wuehle ein wenig darin herum. Ich habe mal gehoert, dass hausstaub ueberwiegend aus menschlichen hautschuppen besteht. Bei dem gedanken wird mir leicht uebel. Schließlich finde ich beim wuehlen erst das ü, überglücklich, dann das ä, äh ..., ähnlich und schließlich das ö, … ööööh, dann noch einen öhrring meiner freundin und einen kleinen fahrradschlüssel.
Nach dieser geschichte kommen mir die umlaute beinahe unentbährlich vor. Oft weiß an erst, was eine fehlt, wenn an es nicht ehr hat. Bei nächste al könnte ich ja al das „...“ nehen, also einsaugen. Dann üßte ich „üsli“, „öpse“oder „änner“ schreiben. So langsam geht mir das hier aufs gemüt. Dir bestimmt auch, lieber leser.
bratapfel-süß-sauer - 21. Jun, 13:48