die zärtlichkeit einer zigarette
samstagmorgen, 9.30 uhr. Ich sitze in der küche. Leicht erkältet. Und rauche. Heimlich. Die küchentür ist geschlossen und das Fenster weit aufgerissen. Ich sitze in meiner regenjacke, reißverschluss bis oben zugezogen, direkt vorm fenster. Und versuche nach draußen zu rauchen. Warum tue ich das?
Wenn ich gleich aufgeraucht habe, werde ich mir den mund ausspülen und die zähne putzen. Dann duschen. Damit habe ich extra noch gewartet. Die regenjacke soll verhindern, dass der zigarettenrauch in meinem pullover hängen bleibt und mich so überführen wird.
Meine freundin sitzt im wohnzimmer vorm fernseher und guckt irgendeine beknackte serie. Sie darf es nicht merken. Also das ich gerade rauche.
Ich habe das ganze gut vorbereitet; ihr vorher noch eine tasse kaffee, multivitaminsaft und kekse hingestellt, damit sie keinen grund hat, das wohnzimmer in den nächsten minuten zu verlassen bzw. in die küche zu kommen.
Meine freundin hat vorgeschlagen, also eher angeordnet, dass ich in zukunft am wochenende nicht mehr rauche, rauchen darf. Dass ich ständig nach kaltem rauch röche, fände sie nicht so lecker.
Daher habe ich – natürlich ganz freiwillig – am gestrigen tag nicht geraucht. Kein problem. Ist mir gar nicht schwer gefallen. Nachts um halb zwei wäre ich fast noch mal aufgestanden, um doch noch – unbemerkt – in der küche zu rauchen. Ich musste mich ganz intensiv auf große brüste und dicke hintern a la nicole natalie austin, besser bekannt als „coco“ und ice-t`s freundin, konzentrieren, um nicht in die küche zu gehen. Ich bin dann zum glück kurz darauf mit schmutzigen gedanken und einem ständer eingeschlafen.
Heute morgen muss ich rauchen. Ein aufschieben ist nicht mehr möglich. Ich betrachte die kippe zwischen meinen fingern. Und drehe sie am filter zwischen daumen und zeigefingern hin und her. Die zärtlichkeit der zigarette am morgen, denke ich.
Ich habe fast aufgeraucht, da öffnet sich die küchentür und meine freundin tritt ein. Sie braucht keine sekunde, um die situation zu erfassen. Ich ernte einen vorwurfsvollen blick, ein kopfschütteln und schon bin ich wieder allein in der küche.
Nun allerdings nicht mehr ganz allein: auf dem gegenüberliegenden stuhl sitzt jetzt mein schlechtes gewissen und guckt auf den boden. Es hat ähnlichkeit mit einer grauen regenwolke. Schuldbewusste, traurige augen.
Die küchentür öffnet sich noch mal, blonder haarschopf schiebt sich vor und ihr mund öffnet sich: „und dass, obwohl du erkältet bist“. Rums! Und schon ist die tür wieder zu. Auf dem letzten freien küchenstühl hat jetzt noch meine erkältung platz genommen. Sie hat die form eines gelben schleimberges mit spitz zulaufendem kopf und großen geröteten comic-augen. Die erkältung grinst mich frech an. Ich betrachte die beiden. Und sie mich. Wir wissen nichts mit uns anzufangen.
Dann höre ich, wie die wohnungstür krachend ins schloss fällt. Sie wird wohl einkaufen gehen. Übersprungshandlung.
Mein schlechtes gewissen und die erkältung sehen mich erwartungsvoll an. Mein blick streift durch die küche und bleibt an einem poker-karten-set hängen. Ich stehe auf, nehme die karten und lege sie auf den tisch. Die erkältung beginnt sogleich die karten zu mischen.
Dann gehe ich zum kühlschrank, hole drei flaschen bier heraus, öffne sie und stelle sie ebenfalls auf den tisch. Während die erkältung die karten austeilt, nimmt mein schlechtes gewissen einen großen schluck bier und gibt jedem seine poker-chips. Ich proste den beiden zu und zünde mir eine weitere zigarette an. Gleich werde ich die beiden so richtig abziehen, denke ich noch.
Bis meine freundin zurückkommt, dürften wir eine gute stunde für uns haben. Viel zeit, um heimlich zu rauchen.
Wenn ich gleich aufgeraucht habe, werde ich mir den mund ausspülen und die zähne putzen. Dann duschen. Damit habe ich extra noch gewartet. Die regenjacke soll verhindern, dass der zigarettenrauch in meinem pullover hängen bleibt und mich so überführen wird.
Meine freundin sitzt im wohnzimmer vorm fernseher und guckt irgendeine beknackte serie. Sie darf es nicht merken. Also das ich gerade rauche.
Ich habe das ganze gut vorbereitet; ihr vorher noch eine tasse kaffee, multivitaminsaft und kekse hingestellt, damit sie keinen grund hat, das wohnzimmer in den nächsten minuten zu verlassen bzw. in die küche zu kommen.
Meine freundin hat vorgeschlagen, also eher angeordnet, dass ich in zukunft am wochenende nicht mehr rauche, rauchen darf. Dass ich ständig nach kaltem rauch röche, fände sie nicht so lecker.
Daher habe ich – natürlich ganz freiwillig – am gestrigen tag nicht geraucht. Kein problem. Ist mir gar nicht schwer gefallen. Nachts um halb zwei wäre ich fast noch mal aufgestanden, um doch noch – unbemerkt – in der küche zu rauchen. Ich musste mich ganz intensiv auf große brüste und dicke hintern a la nicole natalie austin, besser bekannt als „coco“ und ice-t`s freundin, konzentrieren, um nicht in die küche zu gehen. Ich bin dann zum glück kurz darauf mit schmutzigen gedanken und einem ständer eingeschlafen.
Heute morgen muss ich rauchen. Ein aufschieben ist nicht mehr möglich. Ich betrachte die kippe zwischen meinen fingern. Und drehe sie am filter zwischen daumen und zeigefingern hin und her. Die zärtlichkeit der zigarette am morgen, denke ich.
Ich habe fast aufgeraucht, da öffnet sich die küchentür und meine freundin tritt ein. Sie braucht keine sekunde, um die situation zu erfassen. Ich ernte einen vorwurfsvollen blick, ein kopfschütteln und schon bin ich wieder allein in der küche.
Nun allerdings nicht mehr ganz allein: auf dem gegenüberliegenden stuhl sitzt jetzt mein schlechtes gewissen und guckt auf den boden. Es hat ähnlichkeit mit einer grauen regenwolke. Schuldbewusste, traurige augen.
Die küchentür öffnet sich noch mal, blonder haarschopf schiebt sich vor und ihr mund öffnet sich: „und dass, obwohl du erkältet bist“. Rums! Und schon ist die tür wieder zu. Auf dem letzten freien küchenstühl hat jetzt noch meine erkältung platz genommen. Sie hat die form eines gelben schleimberges mit spitz zulaufendem kopf und großen geröteten comic-augen. Die erkältung grinst mich frech an. Ich betrachte die beiden. Und sie mich. Wir wissen nichts mit uns anzufangen.
Dann höre ich, wie die wohnungstür krachend ins schloss fällt. Sie wird wohl einkaufen gehen. Übersprungshandlung.
Mein schlechtes gewissen und die erkältung sehen mich erwartungsvoll an. Mein blick streift durch die küche und bleibt an einem poker-karten-set hängen. Ich stehe auf, nehme die karten und lege sie auf den tisch. Die erkältung beginnt sogleich die karten zu mischen.
Dann gehe ich zum kühlschrank, hole drei flaschen bier heraus, öffne sie und stelle sie ebenfalls auf den tisch. Während die erkältung die karten austeilt, nimmt mein schlechtes gewissen einen großen schluck bier und gibt jedem seine poker-chips. Ich proste den beiden zu und zünde mir eine weitere zigarette an. Gleich werde ich die beiden so richtig abziehen, denke ich noch.
Bis meine freundin zurückkommt, dürften wir eine gute stunde für uns haben. Viel zeit, um heimlich zu rauchen.
bratapfel-süß-sauer - 22. Sep, 12:56