kleine streiche unter freunden
der abend hat lücken, denke ich. Also mein kopf, nee, das gehirn, nee, also eher das gedächtnis. Ich sitze mit holgi und k.u. An irgendeinem tresen und anscheinend sind wir die letzten gäste. Die uschi hinter der theke ist nicht mehr die jüngste, ich kenne sie nicht, hab sie noch nie gesehen, wo bin ich hier und – wer von uns macht sie heute abend noch klar? Demonstrativ wischt sie über die theke, die zapfanlage und was weiß ich noch. Ich kann nicht mehr so weit gucken. Sie will wohl nach hause. Wir noch nicht. Mir ist ein wenig übel. Als ich holgi darauf ansprechen will, rutscht er vom barhocker und reißt die kneipentür auf. Lautstark übergibt er sich. Direkt vor die kneipentür. Holgi steht noch in der tür, aber alles andere landet auf dem bürgersteig. Wie es sich gehört, denke ich. Holgi ist eben profi. Perfektes timing. Die wirtin sieht mich an und sagt: „so jungs, für euch ist jetzt mal schluss. Ab nach hause.“ ich gucke sie groß an. Dann zu k.u. Rüber. Der ist auf dem tresen eingeschlafen. Ich nehme einen strohhalm aus einem glas hinter der theke und sauge einen schnapsrest aus meinem glas damit an. Dann schiebe ich das offene ende des strohhalms in k.u.s rechtes nasenloch und puste den schnaps hinnein. Daraufhin fängt seine nase an, wie wild zu zucken. Das sieht lustig aus, denke ich. Als ich versuche, ihn zu wecken, und dabei leicht zur seite schiebe, fällt er vom hocker. Unten wird er wach und fragt: „wo bin ich?“. Ich weiß es auch nicht, zerre k.u. Hoch, lege einen fünfziger auf den tresen, bestimmt viel zu viel und stoße mit k.u. Als rammbock holgi aus dem türrahmen, an welchen er sich zum verschnaufen angelehnt hat. Die wirtin brüllt: „da fehlen noch 4,20“ hinter uns her. Mein gott, wie lange hocken wie denn schon in diesem loch, denke ich, jetzt wieder merkwürdig klar und gehe einfach weiter. Draußen ist es schon recht hell, wohl kurz vor sonnenaufgang. Wir torkeln gemeinsam richtung innenstadt, also eher dorthin, wo ich die innenstadt vermute. Wir schleichen durch kleine gassen und kommen irgendwie nicht weiter. k.u. Muss pinkeln. Ich auch. Ich lege holgi auf einem beetle cabrio ab, dessen dach komischerweise geöffnet ist. Wir stellen uns vor ein mit wildem wein bewachsenes fachwerkhaus und lassen es laufen. k.u. Versucht mir unauffällig an die hose zu pinkeln und ich kann gerade noch ausweichen. Als wir uns umdrehen, pinkelt holgi gerade auf die hellen ledersitze des cabrios. Am gegenüberliegenden haus öffnet sich die haustür und ein managertyp in anzug und krawatte, sportlich gebräunt und mit kurzhaarschnitt tritt heraus. Er sieht holgi, dann uns und brüllt: „weg von meinem auto, ihr wichser“. Im gegensatz zu uns macht er einen fitten, gar nicht übermüdeten eindruck. Wir rennen los. Und gewinnen einen kleinen vorsprung, weil der typ erst seinen rücksitz untersucht. Dann rennt er kurz hinter uns her. Irgenwann ist er weg und von dem gerenne muss ich mich jetzt auch übergeben. dann überqueren wir eine große kreuzung, es beobachten uns aus ihrem wagen heraus zwei beamte für recht und ordnung mißtrauisch, wie wir vorschriftsmäßig bei grün über die fußgängerampel gehen. Kaum sind wir drüben hören wir, wie ein wagen angeschossen kommt und versucht, uns auf dem bürgersteig zu überfahren. Geistesgegenwärtig schubse ich k.u. Und holgi ins gebüsch und springe dann hinterher und auf sie drauf. Der streifenwagen schaltet seine sirene ein und setzt sich vor den beetle. Der managertyp will protestieren, aber der eine beamte dreht ihm schon den arm auf den rücken. Ich ziehe die jungs weiter ins gebüsch hinein und zeige ihnen einen weg durchs dickicht. Weg von den drei unruhestiftern. Das ist ja gerade noch mal gut gegangen. Während wir uns durch die pflanzenwelt wühlen, sehe ich einen hagebuttenstrauch und pflücke zwei reife, rote hagebutten ab. Diese zerdrücke ich in meiner hand und schmiere holgi die pampe in den nacken. Kurze zeit später fängt dieser an, sich wie wild unterm hemdkragen zu kratzen.
Wir finden eine bushaltestelle und beschließen mit dem bus zu fahren. Ich nicke kurz ein. Ich werde wach, als die anderen rufen: „der bus fährt ab“; ich springe auf, will losrennen, irgendwas stimmt mit meinen beinen nicht, gerate ins stolpern und fliege mit kopf und schulter voran gegen den bus. Auf dem boden sitzend stelle ich fest, dass sie mir die schnürsenkel zusammengebunden haben. Der bus fährt ohne mich ab. „was für wichser“, denke ich. Ich knote die schnürsenkel auf und setze mich wieder auf die bank. Dann nehme ich mein handy, rufe holgi an, bedanke mich und sage ihm, dass er k.u. Mal nach seinem handy fragen soll. Dann spiele ich k.u.s klingelton mit seinem handy ab, dass ich ihm vorhin am tresen aus der jacke gezogen habe und lege auf. Wenig später ruft k.u. Mit holgis handy zurück und fragt, wie ich denn ohne Portemonnaie bus fahren wolle? Da hat mir dieses arschloch doch im schlaf meine geldbörse abgenommen.
Ohne zu zögern winke ich einem vorbeifahrenden taxi, steige ein und nenne k.u.s adresse. Dort angekommen steige ich aus und sage dem taxifahrer, dass ich erst geld aus der wohnung holen müsse. Ich schleiche ums haus herum, zum eingang, klingele bei k.u. Sturm und laufe dann durch den garten in richtung meiner wohnung weg. Noch nicht weit gekommen, höre ich einen taxifahrer, wohl immer noch vor k.u.s haus, wild hupen.
Fast zu hause angekommen frage ich mich: wann werden wir endlich erwachsen?
Wir finden eine bushaltestelle und beschließen mit dem bus zu fahren. Ich nicke kurz ein. Ich werde wach, als die anderen rufen: „der bus fährt ab“; ich springe auf, will losrennen, irgendwas stimmt mit meinen beinen nicht, gerate ins stolpern und fliege mit kopf und schulter voran gegen den bus. Auf dem boden sitzend stelle ich fest, dass sie mir die schnürsenkel zusammengebunden haben. Der bus fährt ohne mich ab. „was für wichser“, denke ich. Ich knote die schnürsenkel auf und setze mich wieder auf die bank. Dann nehme ich mein handy, rufe holgi an, bedanke mich und sage ihm, dass er k.u. Mal nach seinem handy fragen soll. Dann spiele ich k.u.s klingelton mit seinem handy ab, dass ich ihm vorhin am tresen aus der jacke gezogen habe und lege auf. Wenig später ruft k.u. Mit holgis handy zurück und fragt, wie ich denn ohne Portemonnaie bus fahren wolle? Da hat mir dieses arschloch doch im schlaf meine geldbörse abgenommen.
Ohne zu zögern winke ich einem vorbeifahrenden taxi, steige ein und nenne k.u.s adresse. Dort angekommen steige ich aus und sage dem taxifahrer, dass ich erst geld aus der wohnung holen müsse. Ich schleiche ums haus herum, zum eingang, klingele bei k.u. Sturm und laufe dann durch den garten in richtung meiner wohnung weg. Noch nicht weit gekommen, höre ich einen taxifahrer, wohl immer noch vor k.u.s haus, wild hupen.
Fast zu hause angekommen frage ich mich: wann werden wir endlich erwachsen?
bratapfel-süß-sauer - 18. Jun, 23:43