meine generation? sinn des lebens = arbeit?
meine generation: eine generation, die alles hat, zumindest materiell, zugleich aber auch nichts; die komplett die orientierung verloren hat. Was soll ich tun? Und wer bin ich? Diese fragen ...
So wollte ich anfangen. Merkte dann aber: das ist gar nicht meine generation. Das bin eher ich oder einzelne meiner altersgruppe.
Der überwiegende teil meiner freunde und bekannten will beruflich etwas erreichen, vielleicht sogar karriere machen. Sie ordnen diesem ziel alles unter. Sie reißen sich den arsch auf, schieben überstunden, sind flexibel und erfüllen auch sonst beinahe alle wünsche des arbeitgebers. Sie haben ein ziel: ihren job gut zu machen. Ich könnte fragen: warum und für wen? Die häufigste antwort der zunächst für einige monate arbeitslos gewesen wäre wohl: die zeit der arbeitslosigkeit war schlimm, langweilig, bedrückend usw.. mehr kommt dann oft nicht. arbeitet man etwa nur, um nicht arbeitslos zu sein? Manche behaupten gar, dass ihnen der job spass mache. Kann sein, bezweifle ich aber wegen des stresses und der stressbedingten leiden. Arbeit als lebenssinn? Finde ich zweifelhaft.
Vielleicht haben sie aber auch recht. Der mensch definiert sich über seinen beruf. wurde mir gesagt.
Alle alternativen lebensentwürfe und weltverbesserungsversuche sind gescheitert. Ein leben ohne arbeit ist heute kaum denkbar. Wären die 68er nicht gewesen, könnten wir vielleicht auch noch von einer besseren welt träumen. Selbstverwirklichung, müßigang, lebenslust – wozu? Wir sind desillusioniert. Was sollen wir tun?
Eine generation, die nicht mehr ums überleben kämpft, sondern mit der langeweile und fehlenden sinnhaftigkeit der eigenen existenz; so hätte ich weiter gemacht.
Es ist ihr nicht oder kaum möglich, die vätergeneration beruflich zu übertrumpfen und der glaube, mit mehr wohlstand gehe auch mehr glück einher, hat sich als haltlos erwiesen.
Manch einer, wenige, haben noch zeit. zu viel zeit, um über alles nachzudenken und alles in frage zu stellen. Wen der hunger quält, der ist nur mit der nahrungsbeschaffung beschäftigt, der politisch unterdrückte kämpft oder sehnt sich zumindest nach freiheit. Da wir bereits alles haben, gibt es nichts mehr, für das sich zu kämpfen lohnt. Oder doch? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich geht es uns einfach zu gut.
Zu guter letzt die frage: Wofür das ganze? Am ende landet man doch eh in der kiste. Aber erst mal vor der kiste. Am abend wird bundesliga gezeigt und nach 3 bis 5 bier vergessen wir die existenziellen fragen und diskutieren stattdessen, warum unser lieblingsverein wieder so scheiße spielt.
schulterzuckend steht man da und denkt:
Den vorhang zu und alle fragen offen.
So wollte ich anfangen. Merkte dann aber: das ist gar nicht meine generation. Das bin eher ich oder einzelne meiner altersgruppe.
Der überwiegende teil meiner freunde und bekannten will beruflich etwas erreichen, vielleicht sogar karriere machen. Sie ordnen diesem ziel alles unter. Sie reißen sich den arsch auf, schieben überstunden, sind flexibel und erfüllen auch sonst beinahe alle wünsche des arbeitgebers. Sie haben ein ziel: ihren job gut zu machen. Ich könnte fragen: warum und für wen? Die häufigste antwort der zunächst für einige monate arbeitslos gewesen wäre wohl: die zeit der arbeitslosigkeit war schlimm, langweilig, bedrückend usw.. mehr kommt dann oft nicht. arbeitet man etwa nur, um nicht arbeitslos zu sein? Manche behaupten gar, dass ihnen der job spass mache. Kann sein, bezweifle ich aber wegen des stresses und der stressbedingten leiden. Arbeit als lebenssinn? Finde ich zweifelhaft.
Vielleicht haben sie aber auch recht. Der mensch definiert sich über seinen beruf. wurde mir gesagt.
Alle alternativen lebensentwürfe und weltverbesserungsversuche sind gescheitert. Ein leben ohne arbeit ist heute kaum denkbar. Wären die 68er nicht gewesen, könnten wir vielleicht auch noch von einer besseren welt träumen. Selbstverwirklichung, müßigang, lebenslust – wozu? Wir sind desillusioniert. Was sollen wir tun?
Eine generation, die nicht mehr ums überleben kämpft, sondern mit der langeweile und fehlenden sinnhaftigkeit der eigenen existenz; so hätte ich weiter gemacht.
Es ist ihr nicht oder kaum möglich, die vätergeneration beruflich zu übertrumpfen und der glaube, mit mehr wohlstand gehe auch mehr glück einher, hat sich als haltlos erwiesen.
Manch einer, wenige, haben noch zeit. zu viel zeit, um über alles nachzudenken und alles in frage zu stellen. Wen der hunger quält, der ist nur mit der nahrungsbeschaffung beschäftigt, der politisch unterdrückte kämpft oder sehnt sich zumindest nach freiheit. Da wir bereits alles haben, gibt es nichts mehr, für das sich zu kämpfen lohnt. Oder doch? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich geht es uns einfach zu gut.
Zu guter letzt die frage: Wofür das ganze? Am ende landet man doch eh in der kiste. Aber erst mal vor der kiste. Am abend wird bundesliga gezeigt und nach 3 bis 5 bier vergessen wir die existenziellen fragen und diskutieren stattdessen, warum unser lieblingsverein wieder so scheiße spielt.
schulterzuckend steht man da und denkt:
Den vorhang zu und alle fragen offen.
bratapfel-süß-sauer - 28. Aug, 18:25